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Geschafft

Seit dem 10.02.2016 ist die Kronberger Bücherstube in den neuen Räumen in der Kronberger Altstadt, im Dingeldeinhaus, zu finden. Wochen auf der Leiter und im Farbeimer haben sich gelohnt. Wir glauben, wir sind jetzt die eindeutig schönste Buchhandlung von Kronberg. Und das mit Entree, Salon und Genußkeller (auch Weinkeller genannt). Aber schauen Sie selbst, in der Friedrich-Ebert-Straße 5 in Kronberg.

Herzlich willkommen bei www.taunus-buch.de!

Vielen Dank für Ihren Besuch im Online-Shop der Kronberger Bücherstube. Hier können Sie Bücher kaufen!  Ich muss das so deutlich sagen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern und Shoppen! Schreiben Sie uns mit Anregungen und verhaltener Kritik. Oder bestellen Sie einfach die gewünschten Bücher.

Wir freuen uns darauf.

     

 

Empfehlung

Das Buch über die Online-Welt

Donna Leon: Ewige Jugend

Interview mit Donna Leon zum 25. Fall
von Commissario Brunetti

Frage: 25 Jahre mit Brunetti: Das ist ja beinahe so etwas wie eine Silberhochzeit?

Donna Leon: Brunetti und ich sind nun schon 25 Jahre zusammen, etwa dreimal so lang wie ein durchschnittliches amerikanisches Ehepaar. Vielleicht hat das damit zu tun, dass Brunetti Italiener ist, denn in Italien bleiben Paare ? zumindest in unserer Altersklasse ? tendenziell länger zusammen als anderswo. Zum Glück habe ich mir vor einem Vierteljahrhundert einen intelligenten, anständigen Mann ausgesucht. Als wir uns kennenlernten, faszinierte mich, dass wir dieselben Bücher mochten. Und während wir dann Seite an Seite durchs Leben gingen, erfuhr ich immer mehr über ihn und lernte seinen Humor schätzen sowie seinen Sinn für Gerechtigkeit. Er ist geduldig und friedfertig; selten musste ich erleben, dass er die Stimme hob. Er nimmt sich Zeit für seine Kinder und ist aufrichtig an ihnen und ihrer Erziehung interessiert. Seine Intelligenz und seine Moral beeindrucken mich nach wie vor, und ich freue mich darauf, noch manches Jahr mit ihm zu verbringen.

Frage: In Ihrem neuesten Buch Ewige Jugend rollt Brunetti einen Fall wieder auf, der einst als Unfall zu den Akten gelegt wurde. Brunetti geht in die Vergangenheit zurück. Kein Fall aus der Zeitung?

Donna Leon: Diesmal hat mich Ross Macdonald inspiriert, einer meiner Lieblingsautoren, der bei Diogenes wiederaufgelegt wird. Für die Neuübersetzungen habe ich jeweils ein Nachwort verfasst und dazu die Bücher nach langer Zeit wiedergelesen. Bei ihm pflegt sich die Vergangenheit in der Gegenwart zu rächen und führt noch eine Generation später zu Toten. Das wollte ich auch einmal probieren.

Frage: Durch ihren Sturz in einen venezianischen Kanal vor 15 Jahren ist Manuela Lando-Continui, die Heldin des Buches, zu „ewiger Jugend” verdammt.

Donna Leon: In meiner Rohfassung gab es einen Toten, und dieser Tod wurde 15 Jahre später erneut untersucht. Ich hatte schon hundert Seiten geschrieben, doch ständig hörte ich eine Stimme, die mir sagte, da stimmt etwas nicht, du bist auf dem Holzweg. Bis ich begriff: Es ist immer bedauerlich, wenn jemand stirbt, doch nach so langer Zeit leben wir unser Leben weiter und lassen die Toten ruhen.
Ist jedoch jemand auf eine Weise verletzt, die für seine gesamte Umgebung eine lebenslängliche Heimsuchung bedeutet, dann ist das etwas ganz anderes. Also fing ich noch einmal von vorne an und erweckte die Tote wieder zum Leben. Mit ihrem heutigen Schicksal erregt Manuela, wie ich hoffe, unser Mitleid und unsere Anteilnahme.

Frage: Hat Brunetti sich über die Jahre verändert?

Donna Leon: Ich hoffe, Brunetti ist über die Jahre klüger und toleranter geworden, eher bereit nachzuvollziehen, was andere antreibt, oftmals schlimme Dinge zu tun. Seine Einstellung zum Leben ist ein wenig nachsichtiger geworden. Zugleich hat sich seine Weltsicht angesichts der Zustände verdüstert, weil es immer unwahrscheinlicher erscheint, dass sich irgendetwas tatsächlich zum Guten wenden könnte. Dennoch hält Brunetti an der Überzeugung fest, dass man immerhin versuchen sollte, den Missständen soweit als möglich entgegenzutreten.

Interview: © by Diogenes Verlag AG Zürich

 

Frisch gelesen

Der Trick

von Emanuel Bergmann, Diogenes, 22,00 €

Emanuel Bergmann erzählt zwei ineinander verwobene Geschichten. In der ersten geht es um Mosche, einen kleinen jüdischen Jungen, der aus dem Prag der Vorkriegszeit verschwindet und zum 'Großen Zabbatini'. Zabbatini feiert als Mentalist große Erfolgen als Zauberer im Berlin 1939, und hat die NAZI-Größen als gläubige Kunden. In der zweiten Geschichte geht es wieder um einen kleinen Jungen, der heute lebt, die Scheidung seiner Eltern nicht wahrhaben will und hofft, dass ihm er Große Zabbatini den passenden Zauber nennen kann, damit die Eltern zusammen bleiben.

Emanuel Bergmann ist Sohn von Michael Bergmann, den wir u.a. aus der Frankfurter Trilogie Die Teilacher, Machloikes und Herr Klee und Herr Feld kennen. Emanuel Bergmann hat einen ganz eigenen Stil, aber unbedingt das erzälerische Taleent seines Vaters geerbt. Entstanden ist ein überaus charmantes, mit viel Wortwitz und Situationskomik ausgestattetes Buch, das gleichzeitig auch die Sicht der jüngeren auf das vergangene Jahrhundert offenbart. Unbedingt lesen.

 
 

Das Leben auf dem Land

 



222 knackige Alltagstipps

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